CSR-Cir­cle – Sozia­le Inno­va­ti­on als Managementansatz

Wirt­schaft geht auch anders – wenn auch nicht ein­fa­cher. Das zeig­ten am 26.09.2017 die Gäs­te des CSR-Cir­cle – Andre­as Aha­mer von TELE Haa­se, Sil­via Lydia Jöl­li von hei­den­spass, Han­nah Lux, Voll­pen­si­on Genera­tio­nen­ca­fé und Wolf­gang Michalek, Zen­trum für Sozia­le Innovationen.

2016 wur­den die soge­nann­ten SDGs – Sus­tainab­le Deve­lo­p­ment Goals – ver­ab­schie­det, die eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung auf öko­no­mi­scher, sozia­ler sowie öko­lo­gi­scher Ebe­ne vor­an­trei­ben sol­len. Als ein wich­ti­ges Werk­zeug auf die­sem Weg wer­den immer öfter Sozia­le Inno­va­tio­nen genannt, deren viel­fäl­ti­ge Aus­for­mung und Wir­kungs­be­rei­che einen wesent­li­chen Bei­trag leis­ten kön­nen. Das klingt alles ganz wun­der­bar. Nur, was heißt das jetzt genau?

Wolf­gang Michalek, Mana­ging Direc­tor Zen­trum für Sozia­le Inno­va­tio­nen
„Alle Inno­va­tio­nen sind sozi­al rele­vant. Ob CSR, Diver­si­ty, Bür­ger­be­tei­li­gung bis hin zum bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­men.“ Die wich­tigs­te sozia­le Inno­va­ti­on sind aus sei­ner Sicht die Men­schen­rech­te. Die grund­le­gen­den Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit wie z.B. demo­gra­fi­scher Wan­del oder Urba­ni­sie­rung wer­de man über Tech­nik allein nicht lösen kön­nen – da brau­che es zusätz­lich sozia­le Inno­va­tio­nen. Damit die mög­lich wer­den braucht es Raum für Krea­ti­vi­tät in Unternehmen.

Sil­via Lydia Jöl­li, Geschäfts­füh­re­rin hei­den­spass
„Es ist ver­dammt schwer sozia­les Enga­ge­ment und wirt­schaft­li­chen Erfolg unter einen Hut zu brin­gen.“ hei­den­spass bie­tet 100 Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen die Mög­lich­keit zu arbei­ten. Der Zugang ist abso­lut nie­der­schwel­lig, gleich­zei­tig liegt die Ent­schei­dung, ob die jun­gen Men­schen arbei­ten zu 100 % bei ihnen selbst. Der­zeit wer­den 30 % der Mit­tel selbst erwirt­schaf­tet; Ziel ist, das auf 50 % zu erhöhen.

Han­nah Lux, Geschäfts­füh­re­rin Voll­pen­si­on Genera­tio­nen­ca­fé GmbH
„Es ist schon schwie­rig in Öster­reich als KMU wirt­schaft­lich erfolg­reich zu sein; als Social Busi­ness ist es noch ein­mal schwie­ri­ger“. In der Voll­pen­si­on gibt’s die bes­te Mehl­spei­se – kein Wun­der ist es doch „Omas öffent­li­ches Wohn­zim­mer“. Ein­sam­keit und Arbeit sind die zen­tra­len Pro­ble­me von alten Men­schen in Wien. Die Arbeit in der Voll­pen­si­on hilft den Omas und Opas vom Dienst auf bei­den Ebe­nen. Jetzt soll die Voll­pen­si­on aus­ge­wei­tet wer­den. Das Team ist auf der Suche nach einem zwei­ten Stand­ort in Wien und bas­telt an einem Fran­chise System.

Andre­as Aha­mer, TELE Haa­se Steu­er­ge­rä­te GmbH
Bei TELE Has­se wer­den Steu­er­ge­rä­te her­ge­stellt, die nie­mand kennt, aber jeder braucht – sie sind Bestand­teil von Wind- und Was­ser­kraft­wer­ken, in der Gebäu­de­tech­nik, in Seil­bah­nen oder indus­tri­el­len Fer­ti­gungs­li­ni­en. Das Unter­neh­men lief vor ein paar Jah­ren nicht beson­ders gut – das exter­ne Manage­ment funk­tio­nier­te nicht wirk­lich, der Eigen­tü­mer woll­te die Manage­ment­funk­ti­on nicht über­neh­men. Also über­nah­men die Mit­ar­bei­te­rIn­nen die Steue­rungs­auf­ga­ben, schaff­ten alle Hier­ar­chie­ebe­nen ab und führ­ten ein Pro­zess­ma­nage­ment ein. Mot­to: Jeden Tag die Welt ein Stück bes­ser machen. Obers­te Leit­for­mel: Inno­va­ti­on und Nach­hal­tig­keit füh­ren auto­ma­tisch zu Erfolg. Heu­te steht das Unter­neh­men auch wirt­schaft­lich wie­der gut da.

Fotos: CSR-Cir­cle / Clau­dio Farkasch

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