Fri­days for Future: Die Jugend ist ent­schlos­sen

Fri­days for Future: Die Jugend ist ent­schlos­sen

Über­all in Euro­pa tau­schen Schü­le­rin­nen und Schü­ler das Klas­sen­zim­mer gegen die Stra­ße ein: Mit ihrem Pro­test set­zen sie ein Zei­chen für mehr Kli­ma­schutz. Zu Tau­sen­den for­dern die jun­gen Men­schen ihre Regie­run­gen zum Han­deln auf und kämp­fen für ihr Recht auf eine lebens­wer­te Zukunft.

Text: Jen­ni­fer Gans­ter, Green­peace 

Ein bun­tes Schil­der­meer wogt auf dem Hel­den­platz in Wien. Tee wird aus­ge­schenkt, jun­ge Men­schen haben sich vor dem Rei­ter-Denk­mal auf­ge­stellt. Ihr Slo­gan ist zur­zeit jeden Frei­tag in zahl­rei­chen euro­päi­schen Städ­ten zu hören: „Wes­sen Zukunft? Unse­re Zukunft!“ Die Schü­le­rIn­nen und Stu­den­tIn­nen sind Teil der Fri­days for Future-Bewe­gung, die Regie­run­gen welt­weit seit Mona­ten zu bes­se­rer Kli­ma­po­li­tik auf­ruft.

Demons­trie­ren für eine lebens­wer­te Zukunft

Inspi­riert wur­den die Demons­tra­tio­nen von der 16-jäh­ri­gen Schwe­din Gre­ta Thun­berg, die seit Sep­tem­ber 2018 jeden Frei­tag vor dem schwe­di­schen Par­la­ment für mehr Kli­ma­schutz pro­tes­tiert – und damit nicht auf­hört will, bis die Regie­rung han­delt. Pro­tes­te nach ihrem Vor­bild zie­hen seit­dem tau­sen­de von Schü­le­rIn­nen und Stu­den­tIn­nen an. Die Bewe­gung ver­brei­tet sich wie ein Lauf­feu­er. In Brüs­sel gin­gen im Janu­ar rund 30.000 jun­ge Men­schen auf die Stra­ße, zehn­tau­sen­de waren es in Deutsch­land. Mitt­ler­wei­le haben die Pro­tes­te Anhän­ge­rin­nen und Anhän­ger in ganz Euro­pa gefun­den, von Schwe­den über Ita­li­en bis nach Irland.

Auch in Öster­reich wächst die Bewe­gung

Noch ist die Zahl der Teil­neh­me­rIn­nen über­schau­ba­rer als in Brüs­sel oder Ber­lin, doch sie steigt ste­tig an. In Wien, Linz, Inns­bruck und Salz­burg gibt es bereits jeden Frei­tag Demons­tra­tio­nen, vor allem von Stu­den­tIn­nen. Inter­es­sier­te Schü­le­rin­nen und Schü­ler müs­sen sich zuerst von der Schu­le frei­stel­len las­sen, unent­schul­dig­tes Feh­len kann auf dem Zeug­nis ver­merkt wer­den. Jedoch: In den Unter­richts­stoff lässt sich der Kli­ma­pro­test auf viel­fäl­ti­ge Wei­se ein­bau­en und Leh­re­rIn­nen sind ein­ge­la­den, mit ihren Klas­sen zu kom­men.

Die For­de­rung: Kli­ma­ge­rech­tig­keit

Die Zie­le der Demons­tran­tIn­nen sind genau­so ambi­tio­niert wie not­wen­dig: Sie for­dern eine Umwelt­schutz­po­li­tik in Über­ein­stim­mung mit dem 1,5‑Grad-Ziel, glo­ba­le Kli­ma­ge­rech­tig­keit und einen schnel­len Aus­stieg aus fos­si­len Ener­gie­trä­gern. So lan­ge es dazu kein kla­res Bekennt­nis der Poli­tik gibt, wer­den die Demons­tra­tio­nen auch wei­ter­hin jeden Frei­tag statt­fin­den.

Am 15. März sind welt­weit Groß­de­mons­tra­tio­nen geplant – und auch in Öster­reich wer­den an die­sem Tag vie­le jun­ge Men­schen für mehr Kli­ma­schutz auf die Stra­ße gehen.
Wer mit­ma­chen möch­te, kann sich auf https://​www​.fri​days​for​fu​ture​.at/ über bevor­ste­hen­de Ver­an­stal­tun­gen infor­mie­ren. Der Pro­test steht nicht nur Schü­le­rIn­nen und Stu­den­tIn­nen offen, son­dern allen, die sich für eine bes­se­re Zukunft ein­set­zen wol­len.

Foto: © Green­peace (https://energie.greenpeace.at/fridays-for-future-die-jugend-ist-entschlossen/?_ga=2.167423293.2001013873.1556830396–1905613128.1556621318)

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