Vier Menschen, vier Perspektiven, ein Thema
Am Samstag, den 09. August, fand der erste „Art Talk“ statt. Im bewusst kleinen Kreis trafen wir uns zu viert im Rahmen des ImPulsTanz-Festivals im WUK Wien, um gemeinsam die eindrucksvolle Performance von Mélissa Guex und Clément Grin zu erleben – und anschließend in sommerlicher Abendstimmung im schön begrünten Innenhof über das Gesehene, Gefühlte und Gedachte ins Gespräch zu kommen.
Vier Menschen, vier Perspektiven – und ein verbindendes Thema: #MutZuEmotionenImJob.
Was heißt es, im (Arbeits)kontext Emotionen zuzulassen? Wo erleben wir Mut, Unsicherheit, wo Schutzmechanismen? Brauchen wir neue Zugänge zu unseren inneren Zuständen, wie können wir sie finden – und wie wirken sie in unsere beruflichen Rollen hinein?
Die Performance selbst war kraftvoll, zuweilen roh und ebenso berührend. Mélissa Guex führte uns gemeinsam mit dem großartigen Schlagzeuger Clément Grin durch emotionale Tiefenräume, die oft gemieden werden – Erschöpfung, Trägheit, Schwermut. Doch statt sich davon zu distanzieren, lud sie das Publikum ein, in diese Zustände einzusinken, sie zu verkörpern, sie auszuhalten – bis daraus etwas Neues entsteht: Ekstase, Leichtigkeit, Rausch.
Ein Tanz zwischen Gegensätzen – zwischen Kontrolle und Hingabe, zwischen Zerrissenheit und Einklang. Und damit auch Impuls für unser Gespräch danach.
In der Reflexion wurde schnell klar: Emotionen im Job sind kein Randthema. Sie sind zentral – spätestens im Privaten tauchen sie auf.
Der Art Talk hat uns in einem offenen, ehrlichen und zugleich leichten Austausch ermöglicht, über eigene Erfahrungen zu sprechen – über Verletzlichkeit, Ehrlichkeit, Grenzen aber auch über das immerwährende Prinzip Hoffnung und Zukunftsperspektive als die Kraft, die alles vorantreibt und zusammenhält. Ausgehend von der Frage, was Nachhaltigkeit als Begriff überhaupt noch zur Transformation beitragen kann, angesichts der aktuellen Wissensstände bzgl Klimakrise & Biodiversität wurde die Themenpalette rasch weiter, tiefer, bunter, schwerer und leichter zugleich. Wir diskutierten über das Weltgeschehen, aktuelle künstlerische Positionen internationaler Musikbands und welchen Einfluss politische Statements in Bühnenshows haben. Spannender Austausch entstand über die Geschichte und Erfolg oder Scheitern des Feminismus, die Rolle des Patriarchats und Demokratie genauso wie über den Einfluss von KI bzw die übermächtige Rolle von US Tech-Giganten in der globalen Politik. Wie wichtig das Individuum ist oder vielleicht ganz und gar irrelevant für das Überleben unseres Planeten? Wir waren uns uneinig 🙂
Es war eine kleine, sehr feine Runde – ohne Erwartungen, mit viel Raum für Echtheit. Wir waren vertrauensvoll ehrlich und persönlich in unseren Meinungen. Danke für die Offenheit – immerhin drei der vier Menschen kannten sich nicht!
Ich bin nach diesem ersten “Experiment” glücklich und motiviert, dieses Format weiter anzubieten – Transformation beginnt oft im Kleinen.
✨ Im Oktober folgt der nächste Art Talk, wieder max 5 Personen – watch out!
Wer Lust hat, Kunst als Spiegel und Katalysator zu erleben – und dabei in einen ehrlichen, menschlichen Austausch zu kommen – ist herzlich willkommen. Infos folgen bald.
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